Montag, 24. Februar 2014

erste Wochen der Sommerferien (Hitze, Weihnachten, Goolwa, Silvester)

Haii ihr Lieben!

Da bin ich mal wieder nach einer Ewigkeit um endlich mal alles nachzuholen. Ich hänge ja sowas von zurück als kommt erst mal ein Eintrag über die ersten paar Wochen meiner Sommerferien.


Freitag 13.12.
Nachmittags haben wir unseren Weihnachtsbaum aufgebaut, viele hatten ihren schon viel länger stehen. Hier hat fast jeder einen Plastikweihnachtsbaum. Dieser ist in Einzelteilen in einer Box und es gibt eine Anleitung zum zusammenbauen. Unsrer hatte sogar Fake Schnee. Obwohl wir Weihnachtslieder gehört haben hat es sich nicht sehr Weihnachtlich angefühlt.





Samstag 14.12.
An diesem Tag war ich am Strand und Eis essen... wie immer;)

Sonntag 15.12.
Ich war in der Kirche und habe genossen einfach nichts zu tun, immer dran denken, erste Sommerferien für mich in 1 1/2 Jahren;) ist zumindest eine gute Ausrede fürs Nichtstun.

Montag 16.12.
Eigentlich wollte ich an dem Tag was mit einer Australischen Freundin machen, sie hat jedoch dann noch abgesagt, also bin ich alleine in die Stadt zum einkaufen gegangen. Man läuft in der Stadt mit T-Shirt und kurzer Hose und um einen herum ist alles mit Weihnachten dekoriert. Auf der Suche nach Plätzchenausstechern bin ich auf Zimtsterne, Lebkuchenherzen und Pfeffernüsse gestoßen. Zwar extrem teuer aber ich musste zumindest die Zimtsterne einfach kaufen. Im Endeffekt habe ich sogar meine Plätzchenausstecher gefunden! Ich war total happy.
 
Dienstag 17.12.
An dem Tag habe ich mich dann mit meiner australischen Freundin getroffen. Wir waren shoppen in der Stadt und sie hat mir ein Cafe mit super tollen cupcakes gezeigt! Die waren sooooo lecker. Alles in allem war der ganze Tag super und ich kann allen die im Auslandsjahr Probleme haben Freunde zu finden nur raten, trefft euch mit denen alleine, das vertieft Freundschaften total! Ihr müsst zwar ziemlich oft nachfragen und wahrscheinlich fühlt ihr euch dann auch echt blöd nach einer Weile, aber neija man muss einfach echt immer wieder nachhacken.

Mittwoch 18.12.
Da ich am Strand lesen wollte, aber kein Buch mehr hatte, bin ich in die Bücherei gegangen um mir eins auszuleihen. Draußen hatte es 38 Grad und in der Bücherei war es so schön kalt dass ich einfach dort geblieben bin zum lesen. Danach habe ich mir ein Eis geholt (mal wieder... bin da Dauerkunde) und anschließend bin ich noch zum Strand gegangen zum lesen und schwimmen.

Donnerstag 19.12.
Am Donnerstag wurde die Hitze sogar noch getoppt! Wir hatten 41 Grad und es war schrecklich.., alles über 40 Grad ist echt nicht mehr schön, da man förmlich spürt wie einem die Haut verbrennt. Das war das erste mal dass ich 40 Grad hatte in meinem ganzen Leben... So wie habe ich diesen bedeutenden Tag dann wohl verbracht?! Also ich war im Haus, und noch mehr im Haus und bin immer irgendwo in der Nähe der Klimaanlage gesessen. Abends als es dann etwas abgekühlt hat war ich mit meinen Gasteltern noch im Meer schwimmen. Da das Wasser hier ziemlich Flach ist und keine Wellen hat fühlt es sich mehr an wie an einem See und soo viele Leute waren einfach irgendwo am Strand um sich eine Abkühlung zu holen. (Mittlerweile finde ich 40 Grad übrigens nicht mehr besonders)

Freitag 20.12.
Der Countdown für Weihnachten beginnt und wie immer war ich einmal wieder ganz früh dran mich um Geschenke zu kümmern. Neija aber besser als einen Tag vorher oder am morgen des 24., das gab es nämlich alles schon. Auf jeden Fall habe ich mich abends auf den Weg in das völlig überfüllte Shoppingcenter gemacht, was sogar extra lange geöffnet hatte für alle die die so früh dran sind wie ich. Die Weihnachtsgeschenke für meine Deutsche Familie waren ja sogar schon zu früh angekommen, aber ich hatte noch keine für meine Gastfamilie.

Samstag 21.12.
Morgens bin ich schon wieder ins Shoppingcenter gefahren um meine aller letzten Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Danach habe ich meinen Gasteltern in der Küche und beim Aufbauen geholfen, da es an diesem Abend eine große Weihnachtsparty bei uns gab mit den Nachbarn und einigen Freunden und alle hatten noch ihre Kinder dabei, also es war volles Haus. Oder bessergesagt voller Garten ;) In der Einfahrt sowie in dem kleinen Garten wurde bis sehr spät in die Nacht gefeiert und es war einfach ein guter Abend.



Sonntag 22.12.
An dem Tag habe mich mit Lotta getroffen.

Montag 23.12.
Morgens waren wir in den Adelaide Hills wandern, das war echt schön. Danach habe ich mein sehr unordentliches Zimmer in Ordnung gebracht, was bei meiner Unordnung schon einige Stunden brauchen kann, sowie das Bad geputzt. Dann habe ich mich mit Lotta im Westlakes getroffen, wir waren essen und ich habe bei ihr übernachtet.


Achtet auf die Größe der Ameise!:)                     

Sonnenuntergang über dem West Lake


Dienstag 24.12, (Heiligabend)
Am Mittag haben Lotta und ich bei mir deutsche Plätzchen gebacken und das bei Weihnachtsmusik... da wir aber in Shorts und Top rumgelaufen sind und 30 Grad hatten, hat sich das echt sehr sehr komisch angefühlt. Leider hatten wir kein Nudelholz haben aber mit einer 1,5 Liter Limonadenflasche improvisiert. Die Plätzchen haben aber trotzdem echt gut Geschmeckt am Ende. Abends sind wir in die Kirche gegangen. Das war die Kirche wo ich auch immer hingehe und das Event hieß Carols by LED-Light. Also Carols sind Weihnachtslieder und hier in Australien ist das üblich dass Weihnachtslieder in der Kirche gesungen werden während man Kerzen hat. Da das eine moderne Kirche ist, hatten wir LED Kerzen anstelle von echten. Es war richtig schön. Neben dem Singen wurde natürlich auch die Weihnachtsgeschichte erzählt. Aber wie auch immer, es hat sich alles trotzdem nicht sehr nach Weihnachten angefühlt. Wir haben dann an der Kirche gewartet bis es etwas dunkler war und sind auf dem Rückweg durch eine Straße gelaufen, die dafür bekannt ist sehr übertriebene Weihnachtsdeko zu haben, Also es ist hier eh alles sehr kitschig geschmückt, aber in dieser Straße das war ein bisschen too much für meinen Geschmack aber das muss jeder selber wissen. Ist auf jeden Fall sehr sehr anders im Vergleich zu Deutschland.
 

Plätzchen backen mal anders
 
Nach der Kirche mit meiner Freundin:)






Mittwoch 25.12. (Weihnachten)
Morgens gab es Geschenke, wobei ich die Briefe und Geschenke von meiner Familie und Freunden in Deutschland schon davor geöffnet hatte. Danke an alle, ich habe mich total gefreut. Danach sind wir eine Stunde im Auto gesessen in Richtung Hills. Dort waren wir bei Freunden von meinen Gasteltern zum Weihnachtsessen eingeladen. Die hatten ihre Familie da und es gab ein typisches großes Australian Christmas Lunch. Truthahn, anderes Fleisch und Gemüse (Kürbis, Sweet Potato...) Als Nachtisch gab es auch wieder typische Australische Sachen, aber ich habe die Namen leider vergessen. Die Familie hat auch Pferde und ich als Pferdeliebhaber bin natürlich den ganzen weg im weißen Kleid und mit Flip Flops durch den Dreck gelaufen nur um die streichen und füttern zu können :D Wieder daheim sind wir alle 4 zusammen zum Strand gegangen, es hatte ja 34 Grad an dem Tag. Wir sind geschwommen und Kajak gefahren und es war einfach nur schön. Als wir zurück kamen, fand in unserer Straße ein Cricket Spiel statt. Mit Mülleimern und Autos haben wir die Durchfahrt blockiert und uns ein Cricketspiel aufgebaut. Es war einfach nur super toll.

 "Schneemann"                                          



Donnerstag 26.12.
Der Tag nach Weihnachten heißt hier Boxing day. Warum weiß ich nicht. Ich habe nicht wirklich irgendwas an dem Tag gemacht.

Freitag 27.12.
An diesem Tag sind wir weggefahren für einen Kurzurlaub und zwar nach Goolwa. Das ist ca. 2 Stunden südlich von Adelaide da wo der Murray River, der zweitgrößte Fluss Australiens ins Meer mündet. Die Freunde bei denen ich ab und zu Babysitte haben da ein Ferienhaus und uns eingeladen. Morgens haben wir gepackt, sind nachmittags losgefahren und gegen Abend angekommen.


Samstag 28.12.
Die Familie hat dort auch ein Boot auf dem Murray River und daher waren wir morgens mit dem Boot draußen und waren auf dem "Biscuit". Das ist ein Rundes aufblasbares Teil auf das man sich drauf legt und das hinter dem Boot hergezogen wird. Das hat total Spaß gemacht. Danach haben meine Gastschwester und ich mit den Kindern gespielt.


Sonntag 29.12.
Leider hatte das Boot eine Panne und das Wetter war auch nicht so der Brüller. Daher waren wir auf einem Bauernmarkt und sind auch noch durch die Stadt Goolwa gelaufen. Dann haben wir noch einige Spiele im Ferienhaus gespielt und danach waren wir noch am Strand surfen (Da unten hat es immerhin Wellen, anders als in Adelaide). Ich kann schon surfen da ich es einige Male in Frankreich am Atlantik gemacht habe. Das war aber mein erster Versuch auf einem Shortbord, da ich sonst immer die großen Anfängerbretter hatte, und es hat super geklappt und super Spaß gemacht.
Markt
 
Goolwa
 
Surfstrand                                                            
 


Montag 30.12.
Morgens haben wir zum Großteil wieder nur Spiele gespielt und uns ausgeruht. Dann sind meine Gasteltern mit mir und meiner Gastschwester nach Port Eliot gefahren zum Bodyboarden. Das hat total Spaß gemacht. Anschließend haben wir Essen aus der Port Eliot Bakery mitgenommen, da diese Bäckerei sehr berühmt und eine der besten hier ist. Abends ging das Boot wieder und wir sind in den Fluss zum Kneeboarden gegangen. Eigentlich ist das wie Wasserski fahren, nur einfacher, da man nur ein Brett hat auf dem man kniet und dann wird man halt vom Boot hinterhergezogen. Das hat soooo unglaublich viel Spaß gemacht.



Kneeboarden

Schönster Sonnenuntergang überhaupt :D  (man achte auf meine Hose;))
 

Dienstag 31.12. (Silvester)
Morgens sind wir schon um 6 aufgestanden in der Hoffnung auf flaches Wasser auf dem Fluss, der an dieser Stelle aber so breit ist, dass er eher an einen See erinnert. Wir hatten Glück, das Wasser war flach, also konnten wir nochmal Kneeboarden und ich konnte auch Wasserski fahren ausprobieren. Aber das war schwerer als gedacht. Nach etlichen Anläufen habe ich es dann doch noch geschafft für zumindest eine kurze Zeit stehen zu bleiben. Danach haben wir das Ferienhaus geputzt und gepackt und sind zurück nach Adelaide gefahren. (Natürlich mit einem Stopp an der guten Bäckerei;)). Dort angekommen hatten wir nur sehr kurz Zeit uns zu richten und schon saßen wir wieder im Auto und waren auf dem Weg in die Stadt. Dort war ein Cricketspiel der Adelaide Strikers gegen die Perth Scorchers. Cricket ist richtig berühmt in Australien und ähnelt Baseball ein bisschen. Normalerweise gehen Spiele ganze Tage lang aber das war ein T20 spiel und dauerte daher nur 3 Stunden. Vor dem Stadion war eine riesen Silvester Veranstaltung und um 9 waren dort auch schon Feuerwerke. In dem Stadion war es extrem heiß weil kein Wind reinkommen konnte und selbst um Mitternacht hatte es noch 31 Grad. Adelaide hat gerade noch so gewonnen... aber es war spannend bis zum Schluss. Als das Spiel zu Ende war gab es noch eine Musik und Lasershow, da das Stadion erweitert wurde und diese Erweiterung gefeiert wurde. Danach sind wir heimgefahren und haben es noch pünktlich zu den Mitternachts-Feuerwerken am Strand geschafft.
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An dieser Stelle wünsche ich allen (sehr verspätet) ein glückliches 2014
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Wasserski fahren


9 Uhr Feuerwerk                             Mitternacht Feuerwerk


Mittwoch 1.1. (Neujahr)
An diesem Tag musste ich meine Sachen auspacken, waschen und auch gleich wieder einpacken denn am nächsten Tag ging gleich morgens mein Flug nach Perth. Lotta ist auch noch gekommen, und draußen in der Straße fand eine Wasserschlacht mit den Nachbarn statt. Wie schon öfters erwähnt ist die Nachbarschaft in der Straße einfach der Hammer. Da sind also lauter Erwachsene Leute (und ein paar Kinder) mit Wasserpistolen, Eimern voll mit eiskaltem Wasser und Gartenschläuchen in der Straße rumgerannt bis alle zum auswinden nass waren und total gefroren haben. Abends habe ich dann noch bis spät in die Nacht fertig gepackt.


Liebe Grüße
isi

Samstag, 25. Januar 2014

Woche 7-9 (Mt Gambier, Work experience, Activity Week)

Hallöchen ihr lieben!


Woche 7 (25. November - 1. Dezember)

Wie schon in meinem letzten Post angedeutet, hatte ich am Anfang dieser Woche meinen Trip vom Specialists Sports Program nach Mt Gambier. Eigentlich ist es ein Sportaustausch der Schulen bei dem man in Familien wohnt und dann einen Austauschpartner bekommt der in deiner Familie beim Gegenaustausch wohnt. Mitgegangen sind nur einige SSPs die anderen Sportarten gehen nächstes Jahr. Für tanzen und Surf-Lifesaving war es dieses Jahr das erste Mal überhaupt, dass die mitdurften. Da es diese Sportarten nicht an der High School von Mt Gambier gibt, haben wir in einem alten Gefängnis gewohnt, das jetzt als Jugendherberge dient. Das ganze war für uns kein Austausch sondern ein Trainingslager. Mt Gambier liegt 6 Stunden westlich von Adelaide, an der Grenze zu Victoria. Außerdem ist es ca eine halbe Stunde Autofahrt bis zum Meer. Am Montagmorgen sind wir an der Schule losgefahren. Meine Gastmutter hat mich zur Schule gefahren, da ich ja mein ganzes Gepäck hatte. Ich dachte noch, dass ich viel zu viel Gepäck habe, weil meine Tasche die ich auch im Outback für eine Woche dabei hatte gestopft voll war (im Nachhinein war das wahrscheinlich der erste Trip in meinem Leben bei dem ich zu wenig Klamotten dabei hatte). Aber meine Sorge war umsonst... die meisten hatten allein schon Sporttaschen die fast so groß waren wie meine Reisetasche. Dazu noch einen riesen Koffer. Neija egal. Wer ein eigenes Surfbrett hatte hat es mitgebracht. Nachdem alle Surfbretter und das Gepäck verstaut waren ging es los. Wir Surf-Lifesaver hatten einen Minibus für 13 Leute der von einem Lehrer gefahren wurde und mein Surf-Lifesaving Lehrer ist mit dem Auto und dem Anhänger für die Surfbretter gefahren. Auf der Fahrt mussten wir alle Schuluniform tragen was irgendwie gestört ist aber egal. Irgendwann vormittags haben wir in Murray Bridge bei Subway gehalten und gegessen. Dann sind wir weiter gefahren. Es war eine richtig lange fahrt. In Beachport haben wir dann zum Surfen angehalten aber die Wellen waren richtig klein und wir alle etwas deprimiert denn wir fahren extra weg von Adelaide, da es dort keine Wellen hat. Und dann kommen wir an einen Ort wo es sonst immer Wellen hat und ausnahmsweise hat es kaum Wellen. Da ich kein eigenes Brett hatte musste ich mich mit einem anderen Austauschschüler abwechseln. Er war zuerst dran und ich war so lange Bodyboarden. Dann haben wir getauscht. Es hat Spaß gemacht, auch wenn es kein richtiges Surfen ist. Man liegt oder kniet halt auf den Brettern und auch die Bretter sind anders. Aber es war auch nicht zu schwer, da ich ja "normales" surfen kann. Ich war soooo froh, dass ich einen Neoprenanzug hatte denn trotz recht warmen Außentemperaturen war das Wasser einfach extrem kalt. Dann sind wir weiter nach Mt Gambier gefahren. Im Gefängnis angekommen haben wir dann gechillt und es gab Lasagne zum Essen. Wir 7 Mädchen hatten ein Zimmer mit 9 Betten für uns, das einzige Problem, es gab nur zwei Steckdosen und keiner war schlau genug und hat daran gedacht eine Mehrfachsteckdose mitzunehmen.

Surfing in Beachport


Am Dienstagmorgen sind wir gleich nach dem Frühstück um 8 Uhr ins Schwimmbad. Das Schwimmbad war nur 5 Minuten Fußweg entfernt und ist ein Außenpool mit einer 50 Bahn. Die ersten 25 Meter waren von einem Sonnensegel überdeckt und die restlichen 25 waren unter freiem Himmel. Ich fand das soooo cool, dass wir eine 50 Meter Bahn hatten, denn ich bin noch nie zuvor in meinem Leben auf einer 50 Meter Bahn geschwommen. (Ich komme halt aus einem so einem kleinen Kaff;)). Das Training war wie immer hart. Nach dem Training waren wir alle wieder so hungrig, dass wir schon alle unser Lunch (Sandwiche) aßen obwohl es erst Vormittag war. Danach haben wir uns auf den Weg gemacht und sind am Blue Lake vorbei gefahren. Das ist ein See der total Blau ist, nicht nur so ein bisschen wie normale Seen, sondern richtig blau leuchtend. Aber nur zu bestimmten Jahreszeiten sieht der so schön aus, und wir hatten Glück denn es war passend. Warum der so blau ist weiß ich gar nicht, aber das kann man sicher googlen. Dann sind wir zu Mount Schank gefahren. Das ist ein alter Vulkan, der einfach so in der Landschaft steht. Wir sind den hochgewandert und es war ziemlich steil und anstrengend in der Hitze. Als wir oben ankamen, hatten wir jedoch eine mega Aussicht. Man durfte oben aber nicht zu lange auf einer Stelle stehen bleiben, da der Boden richtig heiß war. (Ich glaube das kommt daher, dass es mal ein Vulkan war, aber ich weiß nicht genau). Irgendjemand hatte dann die Idee in den Krater runter zulaufen auf dem Weg, auf dem ein Schild steht mit laufen auf  eigene Gefahr. Der Weg war der Horror, erstens ar er sehr schlecht ausgebaut und alles war total zugewachsen. An den meisten Stellen konnte man nicht einmal den Boden sehen so zugewachsen war es. Meine ganzen Beine wurden total verkratzt, wobei das das kleinste Problem war. Gleich am Anfang des Weges huschte ein Lizard vorbei und einer meint so "oh ein Lizard hier hat es bestimmt auch Schlangen." Ich habe ja nicht mehr so krass Angst vor denen aber ich dachte mir nur so wenn ich nicht einmal den Weg sehe, wie soll ich dann merken wenn ich auf eine Schlange drauf trete. Beim runter gehen habe ich mich noch halbwegs eingekriegt aber als wir wieder hoch sind bin ich extra voll schnell gelaufen und es war so heiß und ich hab Panik geschoben und hyperventiliert und dann irgendwann nur noch eingeatmet, so Schnappatmungsmäßig und ich konnte nicht mehr ausatmen. Zum Glück waren wir dann bald oben ich habe mich erst einmal aufs Geländer gesetzt und nach einer Weile ging es auch wieder aber ich hab schon geheult als ich nicht mehr richtig atmen konnte und dachte echt ok gleich fällst du um. Definitiv ein Erlebnis was ich nicht noch einmal haben muss. Unten beim Bus angekommen habe ich erst mal ganz viel getrunken. Dann sind wir nach Port MacDonnell gefahren. Das ist am Meer. Dort wollten wir eigentlich unsere Sandwichs essen, da wir aber keine mehr hatten, sind wir in eine Fish and Chips Bar gegangen. Danach sind wir eine Runde Sightseeing gefahren. Port MacDonnel diente früher einmal als Hafen, mittlerweile ist da aber nicht mehr viel. Wir sind zu einem Leuchtturm gefahren und einem Aussichtspunkt von wo aus man die Felsenküste sehen kann. Port MacDonnell liegt schon an der Great Ocean Road und daher gibt es dort schon die Atemberaubenden Felsen. Das Wasser war total klar und man konnte das Riff sehen. Wir haben auch noch etwas gesehen wo so Holz im Wasser war, ich kann mich aber nicht mehr genau erinnern was das war. Danach wollten wir surfen gehen aber es hatte einfach absolut keine Wellen... noch weniger als am Tag davor. Also haben wir nur ein wenig am Strand gechillt. Danach sind wir zu einer Dairy Farm gefahren, also einer Molkerei. Das war aber richtig langweilig, da wir nur für eine Stunde oder so in der Scheune gestanden sind und ganz viele Kuhhintern an uns vorbei gefahren sind. Die Kühe würden in so einem dreh Teil gemolken und wir standen einfach neben dem Teil und zwar die ganze Zeit. Die haben glaube ich 1800 Kühe auf der Farm. Abends sind wir zusammen mit den Tänzerinnen ins Fasta Pasta gegangen. Das ist so ein schbell Reataurant. Nachdem wir immer noch hungrig waren gingen wir noch zu McDonalds. In dieser und der folgenden Nacht hatte ich 5 recht große Spinnen über mir an der Decke, da ich auf dem Hochbett oben war, waren die nicht wirklich weit weg von meinem Kopf. Alle haben mir gesagt, dass die nicht gefährlich sind... am aller letzten Morgen hat man mir dann gesagt, dass sie eigentlich sogar sehr giftig sind aber einen nur zwischen den Fingern beißen können und daher wie gesagt nicht gefährlich sind... haha zum Glück wusste ich das nicht davor.

 
 Blue Lake
 

Mt Schank... Blick in den Krater; Weg (ihr sehr wie zugewachsen der war); im Krater
 



Sightseeing um Port MacDonnell herum, atembetaubende Felsen und total klares Wasser
 

Molkerei


Am Mittwochmorgen gab es wieder Frühstück, dann waren wir schwimmen und da wir danach wieder hungrig waren, haben wir unser lunch schon wieder zu früh gegessen. Ihr seht schon worauf das ganze hinausläuft. Wir haben die ganze Zeit eigentlich nur gegessen. Danach wollten wir in so einem kleinen Teich irgendwo im Nirgendwo schnorcheln gehen, doch der hatte geschlossen. Mir wurde daraufhin auch von Tigersnakes (Tigerottern) erzählt die es da möglicherweise haben kann... Nachdem die zu erst versucht hatten mir weiß zu machen, dass es sich dabei um Schlangen der Größe ähnelnd von der in Harry Potter handelt, habe ich anhand von Google rausgefunden, dass es sich um sehr giftige Schlangen handelt die an Flussgebieten in Victoria, Queensland, Tasmanien, New South Wales und Western Australia leben. Da Mt Gambier direkt an der Grenze zu Victoria ist hat es die dort auch. Das Schlimme an diesen Schlangen ist, dass sie auch ins Wasser gehen... Wo ist man den jetzt noch sicher vor denen?! Neija also sind wir zum Shelly Beach gefahren, das ist ein Strand am Meer wo wir auch schon am Dienstag Sightseeing waren. Es ist sehr schön da, also sind wir dort schnorcheln gegangen, was mir persönlich viel lieber war. Das Wasser war eiskalt, aber total klar und es hatte ein Riff unter uns, halt nicht wirklich bunt wie z.b. das Great Barrier Reef aber immerhin. Leider habe ich keine Unterwasserkamera.... aber was soll's. Es hat mich ewig gebraucht bis ich halbwegs durch den Schnorchel atmen konnte, ich kann das absolut nicht. Aber dann hat es geklappt und es war einfach nur wunderschön. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt war da eine Insel, da sind wir hingeschwommen, auf beiden davon haben wir geschnorchelt. Ich war echt froh, dass es dort ein Riff hatte, das hieß schon mal, dass sicher keine Haie kommen ;) Danach haben wir wieder Fish & Chips gegessen. Da es immer noch keine Wellen hatte sollten wir mit den Brettern einen Creek (kleiner Bach) der ins Meer fließt hochpaddeln. Da ich mir ein Brett teilen musste, sollte ich die erste Hälfte schwimmen und dann auf dem Rückweg paddeln. Ich habe echt versucht zu schwimmen, aber es war nicht tief genug und viel zu steinig zum laufen. Und die Tatsache, dass es dort ziemlich sicher Tigersnakes hatte war dann noch ein dritter Faktor um nicht schwimmen zu gehen. Also bin ich dort geblieben und bin im Meer mit den schwarzen Schwänen schwimmen gegangen (Aber auch nicht zu weit raus wegen den Haien;)) Die anderen kamen auch sehr schnell wieder zurück und waren nicht sehr begeistert, es war anscheinend ziemlich blöd. Also haben wir noch versucht ein paar Wellen zu bekommen mit dem Brettern, aber vergeblich... Abends gab es Wraps und danach sind wir vom Surf-Lifesaving noch ins Kino gegangen zu Catching Fire, dem 2. Teil der Tribute von Panem. Ich hatte den zwar schon 3 Tage zuvor gesehen, aber egal. Und wer hätte es gedacht so hungrig wie wir mal wieder waren sind wir danach alle zu McDonalds bzw. Hungry Jacks (Australische Version von Burger King) gegangen.


Teich                                             Schnorcheln am Shelly Beach

Kleiner Bach                                  Mündung des Bachs ins Meer


Am Donnerstag mussten wir wieder früh aufstehen, hatten eine Schwimmsession, danach sind wir losgefahren, haben unterwegs ein zweites Frühstück bei McDonalds geholt und später nochmal Mittagessen bei einer Bäckerei. Irgendwann gegen 4 waren wir an der Schule und es hat in strömen geregnet, was nicht so toll war denn ich musste noch 2 Busse nehmen bis ich daheim war und habe mehr als 10 kg mit mir herumgeschleppt. Ich bin total fertig und durchnässt daheim angekommen.

Schwimmbad                            Jugendherberge/altes Gefängnis


Am Freitagmorgen hatte ich wieder Schule. Und abends hatte ich Youth. Da sind wir in Central Market gegangen und hatten so eine Ralley bei der wir lauter komische Sachen machen mussten. Beispiele dafür sind kaufe 7 Rosinen oder 1 Kaffebohne. (gehe mal in einen Markt und frage den Verkäufer nach 7 Rosinen, der Blick den man bekommt ist das Beste!) Und dann waren da noch so Sachen wie kaufe etwas ekliges, haha meine Gruppe hat Schweinehufe gekauft. Der Verkäufer schaut uns nur so an und fragt "Can I ask you a question... why?" Aber eine andere Gruppe hat sogar einen ganzen Schweinekopf gekauft... kann nicht so teuer gewesen sein, da wir nur 10 Dollar hatten. Ansonsten waren noch Aufgaben wie Laufe durch Central Market mit Klopapier aus der Hose hängend und so weiter und es musste immer alles Fotografiert werden ;)

Am Samstag habe ich mit Lotta Bilder am Strand mit Weihnachtsmütze gemacht für mein Weihnachtsgeschenk, dabei habe ich mir mal wieder einen schönen Sonnenbrand geholt und danach sind wir zum Westlakes Shoppingcenter gefahren und haben Weihnachtsgeschenke für unsere Familien in Deutschland gekauft. Abends haben wir bei ihr den Film "Fack Ju Göthe" angeschaut. Für alle die ihn nicht gesehen haben, der ist echt sehenswert.



Kleine Auswahl der unzähligen Bilder von unserm "Fotoshooting":)


Am Sonntag bin ich zu Lotta, wir haben den Film zu Ende geschaut, da wir nicht ganz fertig geworden sind. Ich weiß auch nicht mehr so ganz genau was wir noch gemacht haben, aber auf jeden Fall sind wir nochmal ein paar letzte Weihnachtsgeschenke kaufen gegangen.



Woche 8 (2.- 8. Dezember)

In der nächsten Woche habe ich Workexperience, also Praktikum bei einer Firma gemacht die Maschinen verkauft. Mein Vater hat über seine Arbeit mit der Firma zu tun und hat mir den Kontakt vermittelt. Die Firma ist nur sehr sehr klein. Aber alle sind sehr Freundlich. Da das Büro südlich der Stadt liegt musste ich jeden Morgen und jeden Abend 2 Busse nehmen und es hat mich jeweils 2 Stunden gebraucht. Es war alles sehr gut. Ich musste Visitenkarten und Rechnungen sortieren, sollte irgendwas an einem Excel Spread Sheet (habe bis heute keine Ahnung was das ist) machen, was ich trotz Recherche im Internet nicht geschafft habe und ein Template für eine Power Point bearbeiten. Haha ich war absolut nicht gut mit Computern aber jetzt kann ich echt einiges :D
Außerdem habe ich in der Woche mein Weihnachtspaket für meine Familie zur Post gebracht. Darin enthalten war ein selbstgemachter Kalender und Fotoalben sowie Weihnachtskarten und Australische Süßigkeiten. Aber ich sage euch eins, sendet niemals schwere Pakete aus Australien, das ist soooo krass teuer, für 3,7 kg oder so habe ich fast 100 Dollar gezahlt!


Am Freitagabend war dann das letzte Mal Youth für das Jahr. Es gab eine große Veranstaltung am Strand, wir haben einfach Cricket, Fußball oder was auch immer gespielt und danach Fish & Chips gegessen. Neija ich kam erst mal total zu spät da mir keiner gesagt hat, dass wir uns am Strand treffen, aber egal, ich habe es ja noch gefunden.

Hammer Sonnenuntergang am Abend


Am Samstag war ich am Strand, habe meinen Großeltern ein Video zum Geburtstag gedreht, am Strand gelesen und ein Eis gegessen. Ich stelle hier mehr und mehr fest dass ich es manchmal ganz angenehm finde alleine zu sein... so gerne ich auch rede;)

Am Sonntagabend waren wir mit meinen Gasteltern bei einer Tanz-Musikveranstaltung. In einer Strandbar hat eine Band gespielt und wir sind dort hin haben zugehört, mitgesungen und getanzt... Zum Glück konnten die meisten Leute dort nicht sonderlich gut tanzen, sonst wäre das etwas peinlich gewesen bei meinem Tanztalent;)



Woche 9 (9.- 13. Dezember)

Das war die letzte Schulwoche für das Halbjahr und wir hatten Activity Week, was ein bisschen vergleichbar ist mit Projekttagen in Deutschland. Die meisten Schüler sind nicht mal mehr gekommen, nur ein paar 8.Klässler und die meisten der Internationals waren da (wir mussten kommen, manche sind zwar trotzdem nicht gekommen, aber ich wollte kein Stress mit dem Schulministerium bekommen). Neija ein paar Tage waren echt ok und andere richtig blöd. Wir hatten immer 3 verschiedene Aktivitäten an einem Tag, man konnte sich dafür in Listen eintragen. Unterschiedliche Lehrergruppen haben jeweils einen Tag übernommen. Z.B. einen Tag haben die Sportlehrer organisiert, einen die für kreative Fächer...
Ich liste einfach mal die Aktivitäten auf, die ich gemacht habe. Normalerweise sind an meiner Schule 1.300 Schüler ich glaube in dieser Woche waren aller höchstens 200 da, eher noch weniger.

Montag:
  • Golf (zum ersten mal in meinem Leben gespielt... haha ich bin ein totales Naturtalent *NICHT*)
  • Cricket (Australischer Sport)
  • Fußball
Dienstag:
  • Holzpfeife gebastelt
  • Holzherz-kette gebastelt (Das hat bei mir aber nicht so Funktioniert, also habe ich meinen Hocker aus Woodwork fertig gemacht, siehe Bild rechts. An dem habe ich seit ich hergekommen bin gearbeitet und es war echt richtig viel Arbeit und jetzt ist er fertig und ich bin echt zufrieden und muss mir nur noch überlegen wie ich den nach Deutschland bekomme)
  • Nochmal Holzherz-Kette... bzw. für mich an meinem Hocker arbeiten






Mittwoch:
Ich kam sowas von total zu spät an dem Tag... aber neija es ist halt keiner mehr gekommen, der Bus war daher komplett leer und kam viel zu früh und ich habe ihn gerade mal einen Tag in der ganzen Woche bekommen, sonst war ich immer zu spät.
  • Film: Star Wars (hat mich nicht interessiert, ich habe bis heute absolut keine Ahnung worum es geht)
  • Fußball
  • Film: Ich einfach unverbesserlich 2
Donnerstag:
  • Film: Life of Pi (Deutscher Titel, Schiffbruch mit Tiger... der Anfang ist ok, danach wird der echt schlecht!)
  • Film: The Avengers (Das ist so ein Film mit allen Superhelden vereint... ich hasse Superhelden, das interessiert mich absolut null... ich weiß auch hier nicht worum es geht, da ich mich auf den Boden gelegt und schön geschlafen habe)
  • Kochen (wir haben 2 Australische Weihnachts Sachen gekocht, eine Süßigkeit und ein Getränk, beides sehr überzuckert aber die Süßigkeit war sogar ganz gut. Das Kochen hat auf jeden Fall Spaß gemacht)
Freitag:
  • Weichnachtskarten basteln
  • Schnitzeljagd (bei der man selfies von allen Gruppenmitgliedern vor dem gesuchten Ort machen musste... alles sehr technologisiert, die gehen ja davon aus dass man ein Handy in der Schule dabei hat;))
Wir hatten früh Schluss, da es der letzte Tag vor den Sommerferien war. Außerdem musste ich mich von einigen anderen Austauschschülern verabschieden die zurück gegangen sind.

Am Mittwochabend war ich noch von der Firma bei der ich Workexperience gemacht habe zum Weihnachtsdinner in einem Restaurant in die Stadt eingeladen.





Das ist noch ein Bild von meiner Sommeruniform... eigentlich sollte die Knielang sein, aber zum Glück ist die für kleine Leute entworfen :D



Und wie immer beende ich meinen Blog Eintrag mit einer Entschuldigung dafür dass ich schon so lange nichts mehr gepostet habe. Aber in Deutschland habe ich selbst in den Ferien kaum Zeit zum nichts tun und hier musste ich das jetzt einmal genießen. Jetzt halte ich mich aber dran... Ích habe mir eine Deadline gelegt, bis nächste Woche Freitag habe ich alle Posts nachgeholt, mal sehen ob ich das schaffe, ich gebe mein bestes.
Aber ich habe doch wenigstens ein bisschen was gemacht. Ich habe ein wenig an den Seiten gearbeitet, die Seite über die Schule überarbeitet, eine Vorstellungsseite 'Über mich' erstellt... und ich habe mein Instagram am Rand verlinkt, da ich dort definitiv regelmäßiger Bilder poste.

Bis zum nächsten Mal
isi

Montag, 23. Dezember 2013

Woche 4-6 (Examen, Party, Krank)

Woche 4 (4. - 10. November)

Montag und Dienstag war ich morgens in der Schule und nachmittags am Strand. Und Dienstag halt noch Schwimmen wie jede Woche.

Mittwochs hatte es 30 Grad und ich war mit Lotta am Strand in Semaphore. Wir waren schwimmen, dann Eis essen und dann nochmal schwimmen und als wir vor zum Meer gelaufen sind haben wir eine Schlange gesehen! Eine Brown Snake, etwa einen Halben Meter von meinem Fuß entfernt. Ich mit meiner Angst vor Schlangen bin natürlich erst mal schreiend weg gerannt und die Schlange war auch gleich weg sodass ich nicht mal ein Foto machen hätte können. Ich hatte in einem meiner ersten Posts schon mal erwähnt dass hier überall Warnschilder stehen wegen Schlangen, mir aber fast jeder gesagt hat dass man die sowieso nicht sieht und dass sie noch nie welche gesehen haben obwohl sie schon seit Jahren hier leben. Neija ich war auf jeden Fall froh dass ich 2 Wochen davor im Wildlife Park eine Schlange angefasst habe,(siehe letzter Post) sonst wäre ich glaub ich ganz durchgedreht. Ich hab abends auch gleich mal auf Wikipedia geschaut. Da diese Schlange nur sehr klein war hätte sie mich nicht töten können aber die Dinger können bis zu 2 Meter lang werden und dann sind sie extrem Lebensgefährlich. (2. giftigste Schlange Australiens) Ca 10 Minuten nach dem Biss stirbt man, sofern noch kein Gegengift beschafft wurde. Und außerdem sind Brown Snakes dafür bekannt dass sie sehr schnell zu beißen und sie verursachen mit die meisten Bisswunden bei Menschen. Aber bevor ich noch mehr langweilige Fakten aufzähle bin ich einfach mal froh dass nichts passiert ist.

Am Donnerstag bin ich nach der Schule in die Stadt gefahren, da ich mir Katzenohren für ein Halloween Kostüm kaufen wollte. Neija, die Katzenohren waren leider ausverkauft also habe ich so Mickey Mouse ähnliche, überdimensional große Mauseohren gekauft. Abends war ich dann noch schwimmen.

Am Freitag war ich nach der Schule mit Lotta noch restliche Sachen für unser Halloween Kostüm shoppen. Und dann sind wir zu mir heim und haben uns gerichtet.Wir wurden nämlich von einer Australierin zu ihrer nachträglichen Halloween Party eingeladen. Ich wollte ja als Katze bzw. Catwoman gehen, daraus wurde jetzt eher eine schwarze Maus (oder Mousewoman was ich mit sehr viel Kreativität erfunden hab;)) Dann sind wir zu dem Haus gefahren. Die Party war echt cool und eine gute Gelegenheit andere von der Schule besser kennen zu lernen. Um Mitternacht haben wir uns ein Taxi geholt, und dann haben wir bei mir übernachtet. Davor haben wir noch einen Film geschaut.


Am Samstagmorgen sind wir dann nach sehr wenig schlaf zur Christmas Pageant gegangen. Das ist eine sehr berühmte Weihnachtsparade. Wobei sich meine Weihnachtsstimmung anfang November echt in Grenzen gehalten hat. Es war nicht sehr warm an dem Tag, maximal 20 Grad oder so. Wir sind morgens mit dem Bus in die Stadt gefahren. Wir waren ca eine Stunde vor beginn da und sind schon irgendwie in der 5. Reihe gestanden, wobei die 4 Reihen vor uns alle ihre Camper Stühle oder Decken hingestellt haben und saßen da schon seit Stunden. Bevor es anfing holten wir noch eine heiße Schokolade. Die Parade ähnelte einen deutschen Faschingsumzug. Überall liefen Clowns und es war alles echt kitschig. Weihnachtslieder wurden gespielt und ganz am Ende kam dann auch Santa Claus. Da meine Gastfamilie ziemlich gut mit einem befreundet sind der das mit organisiert, ist mein Gastvater in der Parade mitgelaufen und ich hätte zusammen mit meiner Gastmutter und Gastschwester auf der VIP Tribüne sitzen können, aber ich bin dann doch lieber zusammen mit Lotta am Straßenrand gestanden. Es war alles sehr schön aber auch extrem kitschig.





Am Sonntag habe ich dann glaube ich nichts besonderes gemacht.



Woche 5 (11. -17. November)

Am Montag war Rememberance Day. Das gibt es in allen Commonwealth Ländern und ist ein Tag an dem man an die gefallenen aus den Weltkriegen denkt. Um 11 Uhr hatte ich gerade Sport und wir haben Basketball gespielt als die Schulglocke los ging und wir alle Stillstehen und Stillsein mussten für eine Schweigeminute.

Am Dienstag war ich schwimmen und da ich nicht weiter mit den älteren Leuten trainieren wollte, habe ich gefragt ob ich in eine andere Gruppe mit gleichaltrigen kann. Mein Trainer meinte dann, dass er mich am Donnerstag dem Trainer der anderen Gruppe vorstellt.

Am Mittwoch bin ich morgens in die Schule mir ging es aber gleich soo schlecht dass ich nicht einmal im Unterricht war sondern gleich nach  Hause ging. Die Koordinatorin für die Internationals hat mich auch netterweise heimgefahren. Dort habe ich viel geschlafen und in meinem Bett Filme geschaut. Ich hatte etwas Fieber, Übelkeit, Kopfweh, Bauchweh, Schüttelfrost halt so alles was zu einer Grippe dazu gehört.

Am Donnerstag ging es mir schon etwas besser, aber immer noch nicht super also bin ich noch einmal zu Hause geblieben. Ich habe in meinem Bett mit meinem Laptop dann auch an einigen Projekten gearbeitet, da ich in der 5. und Anfang der 6. Woche in allen Fächern Projekte abgeben musste, also 8 Projekte. Das war natürlich dann auch die schlechteste Woche zum Krank sein, da ich dadurch noch mehr hinterher hing. Nur um einmal drei Projekte als Beispiel zu nennen, die ich sehr nennenswert finde. In Englisch musste ich ein eigenes Gedicht schreiben, was ich dachte, dass es so schwer wird, im Endeffekt war es das aber gar nicht. In PE musste ich einen Beruf für Frauen in der Sport und Freizeit Branche der mich selber interessiert ausarbeiten. Man musste sich auf ein selbstgeführtes Interview beziehen und eine Umfrage durchführen und damit und einigen Internetseiten einen Text verfassen. (Vielen Dank an dieser Stelle an meine Nachbarin für das Interview:)) Und im Specialist Sports Programm wurde mein Schwimmstil gefilrmt und ich musste mit Hilfe eines Computerprogrammes eine PowerPoint erstellen in der ich meinen Schwimmstil analysieren musste und mit einem Profischwimmer vergleichen musste. Solche Projekte sind so anders zu dem was wir in Deutschland machen, dass ich sie einfach mal erwähnen musste.

Am Freitag war ich wieder in der Schule. Es ging mir schon um einiges besser und ich war abends auf einer 16er Party eingeladen und wollte da unbedingt hin, also musste ich vormittags in die Schule. Nach der Schule habe ich noch ein Geburtstagsgeschenk gekauft. Das Mädchen. das mich eingeladen hat kenne ich von der Kirche aus. Der Dresscode war Semi-Formal und Black&White also habe ich mir eine Schwarze Hose, Weißes Top und einen ganz dunkelblauen Blazer angezogen (sieht fast schwarz aus), dazu noch schwarze schuhe mit 6cm Absatz (bin hier eh schon immer eine der Größten aber hatte keine anderen schwarzen Schuhe in Australien abgesehen von abgetragenen Sneakers, Wanderschuhen und Flip Flops.) Neija ich komme da hin und ich war ohne Witz die einzige die kein Kleid anhatte. Die hatten alle so richtig kurze Kleidchen an und High Heels mit 15-20 cm Absatz und ordentlich Plateau. (Kennt ihr diese richtig extrem hohen Schuhe im Schuhladen wo man sich fragt wer zieht das an, solche waren das) Und die konnten noch nicht einmal drin laufen sondern sind die ganze Zeit nur rumgestökelt. Wie auch immer, am Anfang fand ich es etwas blöd aber dann nach einer Weile war es ok. Die Feier war echt gut, es hat Spaß gemacht und war einen gute Gelegenheit Leute kennenzulernen.

Am Samstag war ich mit Lotta in Glenelg. Das ist wahrscheinlich der berühmteste Strand Adelaides. Ich durfte wegen meiner Grippe noch nicht Schwimmen, aber man kann dort super shoppen gehen, also haben wir einfach durch die Läden geschaut und gegessen. Die Palmen dort waren mit Weihnachtsschmuck dekoriert was ich schon leicht komisch fand. Palmen und Weihnachten passt für mich einfach nicht zusammen. Es war aber ein sehr schöner Tag.




Am Sonntagmorgen war ich in der Kirche und Nachmittags habe ich 2 1/2 Stunden damit verbracht mein Zimmer aufzuräumen und zu putzen. Es sah wirklich sehr sehr schlimm aus, aber die Ordnung hat auch nicht lange gehalten... wenn es um mein Zimmer geht bin ich echt ein sehr unordentlicher Mensch, aber so lange ich alles finde und keinen Besuch habe stört mich das absolut nicht :D



Woche 6 (18.-24. November)

Am Montag sind wir im Sportunterricht am Strand entlang gejoggt vom einen Pier zum nächsten und zurück. So was cooles können wir in Deutschland nicht machen. Abends waren wir bei den Freunden meiner Gasteltern zum Essen und obwohl es erst Mitte November war stand den ihr Weihnachtsbaum schon. Wie alle Weihnachtsbäume in Australien war er natürlich aus Plastik.

Am Dienstag waren wir zum ersten mal im SSP im Meer (davor war es immer zu kalt). Und so genial wie ich bin hatte ich ausgerechnet an dem Tag mein Schwimmzeug vergessen. Neija passiert, ich musste halt die ganze Zeit am Strand rennen. Abends hatte ich Schwimmen, da ich die Woche davor ja Donnerstags nicht konnte, habe ich meinen Trainer gebeten mich den kommenden Donnerstag dem Trainer von der anderen Gruppe vorzustellen.

Am Mittwoch haben wir im Sport Yoga im Klassenzimmer gemacht. Ich habe erst einmal feststellen müssen wie ungelenkig ich im Vergleich zu allen anderen bin, aber egal. Nachmittags war ich mit Lotta im Shoppingcenter wir haben uns Schokolade als Nervennahrung geholt und dann unseren Spickzettel fürs Mathe Examen geschrieben. Wir waren erlaubt 1 DinA4 Blatt vorder und Rückseite beschrieben zu benutzen. (-->sowas sollte es in Deutschland auch geben!) Zu Hause habe ich mir noch kurz die Struktur für einen Essay angeschaut.

Am Donnerstag hatte ich dann Mathe und Englisch Examen. Zum Examen durften wir nur Trinkflasche und Schreibzeug in einem durchsichtigen Behälter mitnehmen. Nachdem ich tollerweise das vergessen hatte, habe ich einfach eine durchsichtige Folie als Behälter genommen. Wir mussten uns alle vor der Halle versammeln und wurden Englischklassenweise hineingerufen. Die ganze Halle war voll mit Einzeltischen. Es ist ein krasses Gefühl mit ca 300 Zehntklässlern zusammen in einem Raum zu sitzen um eine Arbeit zu schreiben. Die Leute jeweils einer Klasse wurden hintereinander gesetzt sodass abschreiben fast unmöglich war. Jede Klasse hatte etwas andere Aufgaben. In Englisch war die Erste Aufgabe für alle eine Leseverstehen Aufgabe und die zweite war bei jeder Klasse anders, ich musste einen Essay (Erörterung) zu dem Buch von William Shakespeare Verglichen mit dem Film schreiben. Ich fand die erste Aufgabe recht schwer und habe auch nicht alles verstanden. Ich hatte ein englisch-englisch Wörterbuch, jedoch keine Zeit nachzuschlagen was die einzelnen Wörter hießen. Der Essay sollte nämlich allein schon 800 Wörter lang sein und wir hatten nur 10 Minuten Lesezeit am Anfang und dann weitere 80 Minuten Zeit zum Schreiben, ich fand es sehr schwer fertig zu werden. Mein Ergebnis habe ich mittlerweile auch, ich habe ein A- geschrieben, also recht gut wobei ich dachte ich wäre schlechter. In der zweiten Stunde hatte ich Mathe hier durfte ich auch noch meinen Spickzettel benutzen. Ich hatte wieder die gleiche Menge an Zeit. Sonst haben wir im Unterricht immer nur so einfache Sachen gemacht aber die Aufgaben im Examen waren echt schwer und manches haben wir noch nie gemacht. (Die andere gute Matheklasse, die einen anderen Lehrer hat, haben das aber gemacht). Neija da ich das aber schon mal in Deutschland hatte und ich Mathe auch recht gut verstehe war es für mich nicht so schlimm. Ich bin nur nicht ganz fertig geworden, aber anscheinend hatte ich alles was ich bearbeitet hatte richtig denn am Ende habe ich gerade noch so ein A+ bekommen. In der nächsten Stunde war Geschichte Examen, da ich kein Geschichte habe musste ich auch kein Examen schreiben. In der Stunde hatte ich SSP also bin ich da hingegangen. Wir hatten einige Austauschschüler aus Japan für 2 Wochen und die sind mit uns zum Strand gekommen, wir haben ihnen dann einige Surf-Lifesaving Diszipilinen gezeigt. Abends hatte ich Schwimmen und mir wurde mehr oder weniger direkt gesagt dass ich zu schlecht bin um in die Gruppe mit den Mädchen in meinem Alter zu wechseln. Nejia bissel scheiße aber ist so. Danach habe ich mir noch für eine Stunde oder so Science angeschaut, es war so viel zu lernen, 4 Große Themen: Globale Erdsysteme und Erderwährmung, Chemische Reaktionen, Straßen Physik (Straßensicherheit anhand von Newton's Regeln der Bewegung?--> ich kenn leider nur das Englische Wort, ich hoffe das heißt so) und Evolution mit dem Prinzip von natürlicher Auslese. Ja sehr großes Thema und jedes Thema hatte eine ca 50 Seitige PowerPoint mit Infos zum lernen. Die Lust zum Lernen war eindeutig nicht mehr da und vieles hatte ich ja schon für kleinere Tests irgendwann davor mal gelernt, also habe ich das nur alles so kurz überflogen.
So sah es in der Halle aus... es geht bestimmt noch 9 weitere Reihe nach rechts. Trotz der vielen Menschen war es toten still während des Examen.

Mein Schreibzeug


Am Freitag hatte ich dann Science Examen in der Ersten Stunde. Es ist ganz gut gelaufen, es kam zum Glück kaum etwas von den Themen dran die ich nicht so gut konnte. Am Ende habe ich ein A bekommen. (Man darf ein A hier absolut nicht mit einer 1 in Deutschland vergleichen, es ist sooo viel leichter hier ein A zu bekommen, als in Deutschland eine 1, die Punkte werden hier in Prozent umgerechnet und dann gibt es eine Tabelle und von 100-95% gibt es hier noch ein A+). Nach dem Examen bin ich runter zum Strand gegangen, dort gab es einen Beach Carnival. Das ist einfach so verschiedene Schulen treten in Strandspielen gegeneinander an und jede Schule kümmert sich um die Organisation von einer Station. Für Henley ist die Internationale Klasse angetreten, in der fast nur Chinesen sind. Das Surf-Lifesaving Programm hat die Station 'Flags' organisiert. Ich hatte das in meinem letzten Post schon mal erklärt, es ist eine Sportart im Surf-Lifesaving bei der man mit dem Kopf zum Strand auf dem Boden liegt und beim Startsignal sich ganz schnell umdrehen muss und den weichen Sand hochrennen und sich auf ein in den Sand gestecktes Schlauchstück werfen muss. Es gibt natürlich weniger Schlauchstücke als Menschen. Ich habe also den ganzen Tag Schlauchstücke in Sand gesteckt und mit den ganzen 9.Klässlern gechillt, was eigentlich ganz gut war. Aber irgendwie waren das gar keine Richtigen Wettkämpfe sondern eher wie so eine Spielstraße, da jede Schule immer an einer Station war und die untereinander gegen sich gespielt haben. Andere Stationen waren Beachvolleyball, Beachfußbal und nochmal was, was ich vergessen habe, einen Sandburgenbau Wettbewerb gab es auch noch und oh wunder am Ende haben alle Schulen gewonnen ;) Es war ein bisschen Sinnlos das ganze aber besser als Schule. Abends war ich in Youth.

Am Samstag musste ich noch einige Sachen für meinen Schultrip in der nächsten Woche kaufen. Ich suchte einen Schnorchel, Flossen und Maske, sowie eine Badekappe (Ich hatte meine genialerweise am Donnerstag geschrottet) und eventuell noch einen Schwimmbikini fürs Meer. Ich bin dazu mit Lotta ins Outlet Center Harbour Town gegangen, da ich online gesehen habe dass es dort Sportgeschäfte gibt. Es war zwar ein guter Tag, aber sehr deprimierend, da es zwar viele Sportgeschäfte hatte, aber nicht ein einziges Schwimmsachen verkauft hat. Beim Bus umsteigen haben wir im Westlakes Shoppingcenter gewartet, da es draußen sehr kalt war. Und da habe ich festgesstellt dass es dort ein Sportgeschäft hat. Ich wusste das nicht. Und was haben die im Schaufenster... natürlich Schnorchel und Masken. Neija an dem Tag waren sie schon geschlossen aber ich wusste jetzt wo ich am nächsten Tag hin musste. Abends haben wir den ersten Teil von Hunger Games (Die Tribute von Panem) angeschaut, weil wir am nächsten Tag zum 2. Teil ins Kino wollten. Ich hatte den Film noch nie gesehen, da ich dachte er interessiert mich nicht, aber er ist echt gut und extrem spannend.

Am Sonntagmorgen bin ich gleich morgens zum Schwimmbad gefahren wo ich immer schwimme und habe mir eine neue Badekappe gekauft. Dann bin ich zum Westlakes Shoppingcenter gefahren was aber total in der anderen Richtung liegt. Dort habe ich mir dann Schnorchel, Maske und Flossen gekauft. Danach bin ich sofort heim gefahren, da ich zum Babysitten musste. An dem Tag war in Semaphore eine Street Fair, also so ein Markt einfach wo Stände in der Straße sind und Sachen verkauft werden. Dort habe ich mich mit meiner Gastmutter und den Kindern von der Familie bei denen ich letzte Ferien gewohnt habe getroffen. Wir sind zusammen über den Markt gelaufen und dann zu denen nach Hause, wo ich dann alleine Babygesittet habe. Gegen 5 kamen dann die Eltern zurück und ich bin nach Hause gegangen. Dann bin ich mit meiner Gastschwester zum neuen Hunger Games Catching Fire Film ins Kino gegangen. Meine Gastmutter konnte dann leider doch nicht mit. Der Film ist wie der erste auch richtig gut und selbst wenn man sich sonst nicht für solche Filme interessiert. Danach musste ich noch alles für den Schultrip packen, was mich bis spät in die Nacht gebraucht hat.




Es tut mir wahnsinnig leid wie lange ich schon wieder nichts mehr geschrieben habe. Ich hatte viel in der Schule und mittlerweile habe ich schon Sommerferien aber da musste ich die ersten Tage einfach nichts tun. Es sind ja meine ersten Sommerferien in 1 1/2 Jahren. Ich versuche in Nächster Zeit öfters was zu posten und auch nicht mehr hinterher zu hängen.

Liebe Grüße
isi